Familie van Keulen

Engelbert

Engelbert von Schrieck

M

Verzeichnungseinheit
Stadtarchiv Münster
B-Acta jud / Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten), Nr. 782
Klage (vor dem Ratsgericht) (Scabinalsache) des Johann zur Eick, Bürger und Kramer zu Münster (vertreten durch den Prok. Henrich Schiade) ./. Bernhardt Meyer d.J., auch Bürger zu Münster (vertreten durch die Prok. N. Sterneman, Hermann Heerde und Conrad Hülßbusch) wegen der Beeinträchtigung des Lichteinfalls an der Fensterseite des Hauses Eick durch Pfosten und Bäume, die vom Beklagten errichtet bzw. angepflanzt wurden.

LAUFZEIT 1618 - 1632
Johann zur Eick sen., Vater des Klägers, hatte das besagte Haus (auf der Ludgeristraße an der Rothenburg gegenüber dem Stadtkeller), das von Goddert Bollandt aus einem Stall zur Wohnung umgebaut worden war mit ausreichenden Fenstern, einige Jahre als Mieter bewohnt, bevor er es von den Eheleuten Engelbert von Schrick und Mechtild Herdinck aus Rees mit allen Gerechtsamen am 10.5.1590 kaufte. Da Bollandt schon bald danach 4 Holzpfosten vor der Fensterseite des Hauses zur Eick aufbaute, beschwerte sich zur Eick. Am 18.3.1592 schlichteten dann bei einer Ortsbesichtigung Bürgermeister Dr. Henrich Frie Vendt, Liz. und Syndikus Meinhardt Deithardt, ferner Lambert Buck von Sentmaring und Dietrich Münsterman als Schöffen der Aegidii Leischaft vorläufig den Streit.
Bollandt mußte die Holzpfosten entfernen. Später pflanzte der Schwiegersohn des Goddert Bollandt, Bernhard Meyer d. J., vor der Fensterseite des Hauses zur Eick mehrere Bäume, die geeignet waren, später das Licht in der Küche des Hauses zur Eick zu nehmen. Eine Ortsbesichtigung vom 28.5.1621 mit Liz. u. Syndikus Henrich Witfeldt, Richter Dr. Frie Vendt u. den Ratsverwandten Peter Bering u. Peter Lennep bestätigte diese Möglichkeit.

Erwähnt werden:
Die Notare Rotger zur Welle, B. Nottbeck, Ludwig Kümmel, Gottfried Olpe.



1577 October 25
417 Engelbert van Schrieck, stadhouder van Seyno van Dorth, heer van Dorth, landdrost van het graafschap Bergh, oorkondt, dat Johan van Kerssel en diens vrouw Mylla verkoopen aan Derick van Vorden en Anna Verlaeck, diens echtgenoote, een rente van 12 daalders 's jaars uit een hof en bouwing te Stockum, voor de stad Berg, gevestigd bij brief van 1556 Juli 23, alsmede de beide rentebrieven van 1568 April 5 (reg. nos. 3108 en 3109), waardoor deze is gestoken.
Gegeven in den jair onss Heern duesentt viiffhondert soeven und soeventich opten viiff und twyntichsten Octobris.
a. Oorspr. (Inv. no. 7159), met de zegels van den oorkonder en van Barnabas Poer en Henrick ingen Gaedem, gerichtslieden, de beide eerste geschonden; dat van den landdrost is verloren.
bron: https://proxy.archieven.nl/26/0FDA6868D50145DBA95639A040E89BAE


Verzeichnungseinheit
Stadtarchiv Münster
B-Acta scab / Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten), Nr. II 119
(II 119) Klage des Johan zur Eick ./. Bernard Meyer junior wegen Anpflanzung mehrerer Bäume und dadurch bedingter Lichtbeeinträchtigung
BestellsignaturB-Acta scab / Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten), Nr. II 119
Laufzeit1618
InhaltKlage des Johan zur Eick gegen Bernard Meyer junior, 1618.
Der Beklagte hat eine Linde und mehrere Walnuss- und Kirschenbäume gepflanzt und nimmt so dem Kläger das Licht.
Johan zur Eick, der Vater des Klägers, hat dessen Haus, das Goddert Bolant aus einer Stallung seines Hofes zu einer Wohnung umgebaut hat, von den Eheleuten Schreick-Herding gekauft.
Der Beklagte hat eine Tochter des Goddert Bolant zur Frau.
Bernhard Frencking, Johan Höcker, die Brüder Wilbrand und Henrich zur Eick und Henrich Mumme zu Borghenge sind Miterben des Klägers. Die Schwester des Henrich zur Eick ist die Witwe Georg Vinhagen.
Die Erben Schweck [oder Schroeck] sitzen im Kleverland und in Deventer.
Erwähnt werden: Notar Röger zur Welle, Herman Coenhorst und Georg Hoeter.
ein Bescheid des Rates vom 2. 4. 1621 ist unterschrieben von Heinrich Schrader und Johan Franz Gildemeister.

Anlagen in Abschrift:
1) Vertrag vom 10. 5. 1588.
Margarete Herding, Frau Ratsherr Goddert Bolandt und ihre Schwester Mechtild Herding, Frau Engelbert von Schrieck in Rees teilen sich in eine Besitzung, die ihnen bei der Teilung des Nachlasses ihrer Mutter Herding und ihrer verstorbenen Schwester Jungfer Maria Herding zugefallen ist. Die Besitzung besteht aus dem neuen Hause an der rothenburg, dem Vorhause mit der Kemenade und zwei Gademen und dem großen Haus an der Ludgeristraße; in letzterem wohnt Hans thor Eick zur Miete; dieses erhalten die Eheleute von Schrieck, alles andere die Eheleute Bolandt.
Zeugen: Dr. jur. Herman Heerde, die Ratsherren Henrich corler und Konrad Grüter als Schwäger und Freunde der Vertragschließenden.
2) Am 6. Mai 1589 verkaufen die Eheleute Engelbert von Schrieck und Mechtilt Herdingk dem kramer Hans zur Eick ihr Haus an der Ludgeristraße zwischen der Kemenade und den Häusern des Goddert Bolandt und dem Haus des Wilbrand Stal nebst einer Frauenstelle in der Ludgerikirche und einem Stall, der zwischen Ställen des Wilbrand Stael und des Christian Hane liegt.
Zeugen Kemner Henrich Korler, Goddert Bolandt und die Brüder Wilbrand und Johan Stael.
3) Vor dem Offizial verkaufen am 10. 5. 1590 die Eheleute Schrieck dem Hans zur Eick und dessen Frau Anna Stael dieselbe Besitzung und verpfänden ihre Güter Potsche im Kirchspiel Saerbeck, Nagelman und Monertegert im Kirchspiel Riesenbeck.
Zeugen: Die Siegelkammerdiener Walter Hane und Konrad Stuvius.
4) Protokoll eines Scheffentags vom 18. März 1592, an dem teilnehmen Bürgermeister Dr. Henrich Vendt, Lic. und Syndikus Meinhard Deitert, Lambert Buck zu Sintering und Diedrich Münsterman. Das Haus des Hans zur Eick liegt gegenüber dem Stadtkeller.