Johan Raesfeld und Werner Kemenade, Schöffen zu Bocholt (Bocholz) bekunden, dass Gese Ernst mit ihrem Neffen und Vormund Herbord Ernst von einem Rentenbrief (vgl. Transfix 1452, Januar 16) über 3 schwere oberländische rheinische Gulden jährlich auf Michael (19.9.) aus dem Gut "dat Radeken", mit Zubehör im Kirchspiel Rhede (Rede) in der Bauerschaft Vardingholt (Verdyncholte), mit einem Garten vor der "Osterpoirten" zu Bocholt bei dem Garten der Kinder des verstorbenen Herman Hoyngs gelegen, zum Seelenheil ihrer Verwandten, namentlich des verstorbenen Bruders Johan Ernst, Kirchherrn zu Bocholt, dem Prior und Konvent der Kartause für eine Memorie am Todestag Geses einen der drei Gulden übergeben hat und die beiden anderen Gulden für eine bezahlte Summe Geldes ihnen verkauft hat, Währschaft leistet und den Brief übergeben hat, vorbehaltlich des Rückkaufs der Rente durch Hinrick Lyeuerinch, samt Frau, Kindern und Erben. Siegelankündigung: Schöffensiegel. Datum...feria secunda proxima post festum beate Katherine virginis et martiris. deutsch (nach kassiertem Transfix)